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IBM setzt auf Lotus Symphony statt MS Office

Der US-Technologiekonzern IBM hat seine weltweit rund 360.000 Mitarbeiter angewiesen von MS Office auf die hauseigene Textverarbeitung Lotus Symphony umzusteigen, wie die Zeitung “Handelsblatt” am Freitag basierend auf eine interne Anweisung des Computerherstellers berichtet hatte. Jedes IBM-Dokument muss nach Angaben der Konzernleitung nun im lizenzfreien .odf-Format abgespeichert werden. Die Mitarbeiter dürfen MS Office nur nach Genehmigung auf ihren Arbeitsplatzrechner installieren. Innerhalb von zehn Tagen soll auf allen Rechnern die kostenlose Textverarbeitung IBM Symphony aufgespielt werden. Von den 360.000 Mitarbeitern haben 330.000 das hauseigene Programme schon aufgespielt und verwenden es für ihre Büroarbeit.

Bei Lotus Symphony handelt sich um ein Programmpaket welches aus einer Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Präsentationsprogramm besteht. Die Einführung der Bürosoftware auf jedem Rechner des Computerherstellers dient nicht der Kostensenkung sondern der Optimierung der internen Abläufe bei der Dokumentenbearbeitung. In den 1980er-Jahren allerdings war es Microsoft mit einem Vertrag gelungen auf allen IBM-PCs sein erstes Betriebssystem MS-DOS zu installieren. Dieser Vertrag war ein kluger milliardenschwerer Schachzug und Grundlage des heutigen Erfolgs. Der komplette Umstieg IBMs auf die hauseigene Software Lotus Symphony kann durchaus auch als späte Rache an Microsoft interpretiert werden.


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